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Unterrichtsmethoden
Hier finden Sie eine Zusammenfassung der an der ETH Zürich gelehrten Unterrichtsmethoden: Mehr...

In den Jahren 1989 bis 2001 entstanden am Departement Mathematik der ETH Zürich rund 50 "Berichte über Mathematik und Unterricht", herausgegeben von Prof. Urs Kirchgraber. Die Grundtendenz dieser sogenannten "Grünen Berichte" – der Name stammt von den Deckblättern mit der besagten Farbe – besteht darin, bedeutsame mathematische Themen im Hinblick auf ihr didaktisches Potenzial als Unterrichtsgegenstand im Gymnasium zu reflektieren. Als Autoren zeichneten ETH-Professoren, Fachdidaktiker und auch Mathematiklehrpersonen mit oft langjähriger Unterrichtserfahrung an Gymnasien.
Ein paar beliebig ausgewählte Titel sollen stellvertretend die grosse Bandbreite der behandelten Themen illustrieren: Fraktale; Chaotisches Verhalten in einfachen Systemen; Annäherung an den Goldenen Schnitt; KS Flight Simulator; Der Regenbogen – ein Projekt im Mathematikunterricht.
Obwohl die Reihe im Jahr 2001 zum Abschluss kam, werden die Texte immer wieder nachgefragt. Um der steten Nachfrage gerecht zu werden und um zugleich den administrativen Aufwand zu reduzieren, sind die "Grünen Berichte" nun online verfügbar.
Die Keplersche Gleichung
R. Strebel (2001)
Im Jahre 1609 veröffentlichte Johannes Kepler seine Astronomia Nova, ein umfangreiches Werk, in dem er ein neues Modell der Bewegung der Planeten erarbeitete. Ebenso wie die Modelle aus früherer Zeit hatte das neue Modell den Zweck, die Positionen der Planeten berechenbar zu machen. Als Kepler die Positionsberechnungen anging, stiess er auf eine Gleichung, die sich in der heute gebräuchlichen Schreibweise so wiedergeben lässt:
In dieser Arbeit erklärt der Autor, wie Kepler auf die Gleichung geführt wurde und welche Bedeutung ihr für die Beschreibung der Bewegung der Planeten und Kometen zukommt. Weiter stellt er verschiedene Verfahren vor, mit denen diese Gleichung gelöst werden kann.
Entleerung eines Stausees
von D. Reichmuth, S. Schwehr (2001)
Stauanlagen bieten eine Fülle von Themen, welche Schüler interessieren
können. Vom Standpunkt der Mathematik aus gesehen, sind insbesondere
die Entleerung und Regulierung einer Stauanlage interessant. Davon
handelt dieser projektartige Unterricht.
Vermessung eines Sees
von M. Heidenreich, M. Ludwig, W. Ringkowski (2001)
Viele Schülerinnen und Schüler haben nur unzureichende Vorstellungen
von im Alltag vorkommenden Winkeln, Längen und Flächen. Ein
Koordinatensystem in Mathematik und z.B. das Gradnetz der Erde im
Erdkundeunterricht scheinen zwei vollständig verschiedene Dinge zu
sein. Das Projekt Seevermessung möchte dazu beitragen, dass die
Schülerinnen und Schüler erleben, wie zentrale Ideen aus der Mathematik
(z.B. das Koordinatensystem oder Winkel) sich in der Praxis als sehr
gutes und wichtiges Hilfsmittel erweisen.
Pyramiden
von D. Hottiger, O. Rebhan (2001)
In diesem Bericht werden Pyramiden aus verschiedenen - nicht nur
mathematischen - Aspekten beleuchtet. Dadurch erhalten die Schülerinnen
und Schüler die Möglichkeit, sich gemäss ihren Interessen für einen
Themenbereich zu entscheiden. Das handwerkliche Arbeiten ist einer der
Kernpunkte des Projektes.
Public Key - Kryptographie
von F. Blättler, R. Sutter (1999)
Ziel dieses Berichtes ist es, Gymnasistinnen und Gymnasisten den Zugang
zur Kryptologie und zugleich das Programmieren auf dem TI-92 zu
ermöglichen. Es sind keine Vorkennisse in Kryptologie notwendig.
Mathematisches Billard (PDF, Word)
von M. Bettinaglio, F. Lehmann (1998)
Was ist mathematisches Billiard? Und wozu soll es dienen? Zwei Vorschläge zu projektartigem Unterricht.
Der Regenbogen - ein Projekt im Mathematikunterricht
von B. Dzung Wong, H.-W. Henn (1998)
Der Regenbogen hat seit jeher auf Menschen eine besondere Faszination
ausgeübt. Einerseits durch seine leuchtenden Farben, andererseits durch
seine elegante Bogenform. Dieser Bericht zeigt, wie mit der
Mittelschulmathematik die Entstehung des Regenbogens verständlich
gemacht werden kann.
Parabeln - ein Projekt im Mathematikunterricht
von J.-P. David, P. Hänsli, M. Leupp (1998)
In diesem Bericht sind vier verschiedene Schüleraufträge zum Thema Parabeln zusammengefasst.
Platonische Durchdringungen - ein Projekt im Mathematikunterricht der Klasse 10
von M. Ludwig (1998)
Das Projektthema eignet sich für mehrere Jahrgangsstufen und ergibt
sich aus der Ästhetik der platonischen Körper und ihrer Sternformen.
"Solch einen Körper 2-dimensional auf Papier zu sehen, ist schon
beeindruckend. Ihn in Realität vor sich zu haben, ist ein Erlebnis",
schreiben die Autoren.
Geometrie aus Schülersicht: Charakteristika und Probleme
von H. Struve (1998)
Nach
einer verbreiteten Vorstellung unter Mathematiklehrern lernen Schüler
im Unterricht das, was der Lehrperson vorschwebt - natürlich nicht im
vollen Umfang, aber im "wesentlichen". Der Bericht zeigt, dass diese
Vorstellungen "im wesentlichen" falsch ist.
KS Flight Simulator
von Moritz Adelmeyer (1998)
Dieser
Bericht dokumentiert ein Unterrichtsprojekt zur Raumgeometrie am
Gymnasium. Das Projektziel ist die Erstellung eines eigenen einfachen
Flugsimulationsprogramms.
Geometry and Education in the Internet Age
von Ulrich H. Kortenkamp und Jürgen Richter-Gebert (1998)
In
all modern secondary school curriculae geometry plays a major role.
Besides its drawing skill training purposes it is used as a tool for
teaching mathematical and logical reasoning. A computer drawing program
that supports access to geometric constructions can help. It can serve
as a geometric pocket calculator and relieve the student from the
routine work.
Elemente zur Kugelgeometrie
von Franz Spirig (1997)
Der Bericht greift Kapitel aus der Raumgeometrie heraus: Die
Kugelgeometrie. Die Wahl dieses Aspekes der Raumgeometrie ist nicht
zufällig. Die Kugelgeometrie hat einerseits viele praxisbezogene
Anwedungen und schlägt andererseits die Brücke zur nicht-euklidischen
Geometrie.
Notizen zur einer Mathematik fürs Leben
von Christian Blatter (1997)
Der Text von Christian Blatter hat vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Hochschulreife (siehe Projekt HSGYM) wieder an Aktualität gewonnen.
Analysis mit dem Computer-Algebra-System des TI-92
von Beat Eicke und Edmund Holzherr (1997)
In diesem Bericht wird ein ein Analysis-Unterricht mit konsequentem Einsatz des TI-92 entworfen. Ziel ist unter anderem anzudeuten, welches Wissen und welche algebraischen Fertigkeiten für die Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft unverzichtbar sein werden.
Schwimmende Prismen mit Schlagseite
von W. Burgherr (1996)
Lässt man einen Holzquader auf dem Wasser schwimmen, so erwartet man allgemein, dass er eine eindeutige, gerade, d.h. symmetrische Lage einnehmen wird. In manchen Fällen trifft dies zu. Doch Quader mit gewissen Dichten und Formen schwimmen eigenartigerweise schief. Man ist zunächst geneigt, dieses Phänomen der inhomogenen Massenverteilung im Holz zuzuschieben. Doch weitere Experimente (und Rechnungen) zeigen bald, dass diese Schräglagen systematisch und in verblüffender Vielfalt auftreten.
In dieser Arbeit wird versucht, das Problem der Schwimmlagen für lange Quader mit möglichst einfachen mathematischen Mitteln, d.h. auf Mittelschulniveau exakt zu lösen. Es wird der physikalisch einfachere Zugang über Kräfte und Drehmomente gewählt.
Warum ist denn exp (x2) nicht elementar integrierbar?
von Martin Huber (1996)
Dieser
Bericht liefert einige Beispiele von elementaren Funktionen, welche
elementare Stammfunktionen besitzen. Allerdings ist keine allgemeine
Regel erkennbar, wie man vom Integranden zur Stammfunktion gelangt.
Anschliessend notiert der Autor drei Beispiele, von denen man weiss,
dass ihre Stammfunktionen nicht elementar sind.
Sattelpunkte oder Variationsprinzipien in Geometrie und Mechanik
von Michael Struwe (1996)
Es werden Methoden entwickelt, wie man im Endlichdimensionalen Sattelpunkte charakterisieren kann.
Quelle: Elem. Math. 52, No.2, 45-59 (1997). ISSN 0013-6018
Verfolgungsprobleme
von Georg Schierscher (1995)
Man
stelle sich vor, ein Jäger wandere mit konstanter Geschwindigkeit einer
Waldstrasse entlang, wahrend sein Hund im Dickicht immer den Pfeiftönen
des Meisters folgt. Wenn nach der Bahn gefragt wird, die der Hund bei
der Verfolgung seines Herrn einschlägt, handelt es sich im
mathematischen Sinn um ein Verfolgungsproblem. Der Bericht beleuchtet
"Hundekurven", "Schleppkurven" und Schielwinkelkurven" und ihren
Einsatz im Unterricht.
Der Autor hat 38 "Turtle-Grafiken" aus dem Bericht aktualisiert. Sie sind in den ursprünglichen Farben als Zip-Download verfügbar. Die neuen Grafiken lassen sich folgendermassen zuordnen:
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Beispiel Bezeichnung alte Grafik |
Beispiel Bezeichnung neue Grafik |
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TG 2.1 (S. 22) |
TG2-1.PS |
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TG A3.1 (S. 70) |
TG-A3-1.PS |
Grund- und Aufrissmethode in der Wahrscheinlichkeitsrechnung
von P. Gallin (1995)
Mathematikerinnen und Mathematiker lieben Eleganz und Kürze. Sobald für
eine bestimmte Sorte von Aufgaben sich mehrere Veranschaulichungen und
Lösungswege anbieten, ziehen sie die konzentriertere Variante vor.
Dabei vergessen sie aber oft, dass solch elegante Kurzformen das
Resultat eines langen Abstraktions-und Verbesserungsprozesses sind.
Wenn ein Schüler das betreffende Sachgebiet zum ersten Mal erblickt,
mag für ihn Kürze und Eleganz in keiner Weise als solche erkennbar
werden.
In
der Wahrscheinlichkeitsrechnung akzentuiert sich das Problem
zusatzlich, weil viele Aufgaben so geartet sind, dass man das Resultat
einfach hinschreibt, und kaum eine Möglichkeit besteht, sich durch
irgendwelche lernbaren Teehniken und Hilfsmittel an die Lösung
heranzutasten. Deshalb bin ich als Lehrer ausserst dankbar für
Verfahren, die zwar weniger elegant sind, dafür aber mehr Tatigkeiten
des Lösers erlauben. Meist ist die Baummethode in diesem Sinn
geeigneter und es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Schüler ihr
den Vorzug geben.
Infinitesimalgeometrie - am Beispiel der Kreisevolvente
von A. Gächter (1995)
Der Autor möchte die Schule aufmuntern, neben dem Steigungsbegriff auch den Krümmungsbegriff zu pflegen. Dieser grüne Bericht zeigt auf, dass sich mit bescheidenen Mitteln neue Perspektiven für die Vermittlung der zentralen Idee "Krümmung" eröffnen lassen.
Als Poincaré, Hadamard und Perron die Invarianten Mannigfaltigkeiten entdeckten
von Urs Kirchgraber (1995)
In diesem Artikel geht es um die Geometrie in der Nähe eine hyperbolischen Fixpunktes, insbesondere um seine stabile und instabile Mannigfaltigkeit. Diese Ergebnisse gehen auf Poincaré zurück.
Feigenbaum-Universalität: Beschreibung und Beweisskizze
von U. Kirchgraber und N. Sigrist (1995)
Das Feigenbaum-Diagramm kennt heute fast jeder. Nur- was steckt wirklich dahinter? Die Antwort ist: Ein schöner geometrischer Satz, der im Kern auf Poincaré zurückgeht. In diesem Artikel werden die Leserinnen und Leser mit den Ideen von M. Feigenbaum bekannt gemacht.
Auf der Kippe
von N. Sigrist (1995)
Jeder und jede von uns hat wohl schon Situationen erlebt, die auf der
Kippe standen, Situationen bei denen man das Gefühl hatte, der weitere
Verlauf würde von sehr wenig abhängen und könnte so, oder auch ganz
anders herauskommen. Ein Beispiel dafür sind sportliche Wettkämpfe
zwischen zwei fast gleich starken Gegnern.
In
diesem Bericht wird ein Gerät mathematisch diskutiert, bei welchem
ebenfalls ein Umkippen auftreten kann. Damit soll nicht unterstellt
werden, die vorher skizzierten Phänomene könnten mathematisch erklärt
und beherrscht werden, aber es mag doch instruktiv sein, das Verhalten
eines einfachen System in dieser Hinsicht zu untersuchen.
Auto und Verkehr - Beispiele aus der Analysis zum realitätsnahen Mathematikunterricht
von W. Henn (1994)
Im vorliegenden Bericht stellt der Autor W. Henn Beispiele aus dem Bereich Auto und Verkehr vor. Dabei geht er von konkreten Problemen aus der Schülerwelt aus, analysiert Daten aus dem Alltag und diskutiert relevante Umweltfragen, die mit Hilfe mathematischer Modellierung durchsichtiger gemacht werden. Abstrakte mathematische Begriffe werden veranschaulicht und konkretisiert, Begriffs- und Methodenverstärtdnis werden vertieft.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt - Paradoxien im Umfeld der bedingten Wahrscheinlichkeit
von F. Barth (1994)
Die Bedingte Wahrscheinlichkeit ist ein nicht unumstrittenes Thema des Stochastik-Unterrichts. Das liegt vor allem an der Problematik der Bayesschen Regel und der Diskussion um den subjektiven Wahrscheinlichkeitsbegriff, die sehr grundsätzlich und z. T. sehr heftig geführt wird. Im Unterricht kann man sich aber zunächst auf einfachere Probleme konzentrieren. Auch in diesem Bereich gibt es eine Reihe von wichtigen Einsichten zu gewinnen, die manchmal in der Gestalt von Paradoxien die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dann aber bei näherer Betrachtung sich als durchaus aktuell und bedeutsam für das Verständnis von Informationen erweisen.
Computergestützte Raumgeometrie
von Heinz Klemenz (1994)
Der Bericht von Heinz Klemenz verfolgt einerseits die Absicht, ein für
den gymnasialen Unterricht in Raumgeometrie konzipiertes
Computerprogramm (3D-Geometer für den Apple Macintosh) mit Anleitung
fertigzustellen. Andererseits möchte der Bericht der Lehrperson
begleitendes Material mitgeben. Der vorliegende Bericht ist also
zunächst für die Hand der Unterrichtenden gedacht. Mit seiner
Unterstützung sollte es möglich sein, die wichtigsten Möglichkeiten des
3D-Geometers im wesentlichen ohne Benutzung der mitgelieferten
Anleitung exemplarisch kennenzulernen.
Kryptologie: Mathematik zwischen Anwendung und Ästhetik
von U. Maurer (1994)
Die Kryptologie kann als die Wissenschaft der mathematischen und algorithmischen Aspekte der Informationssicherheit definiert werden. Sie befasst sich mit Protokollen für vielfältige Anwendungen wie z.B. Datenchiffrierung, digitale Unterschriften, Benutzeridentifikation in Computersystemen und digitales Geld, und verwendet verschiedene mathematische Theorien wie Algebra, Zahlentheorie, Kombinatorik, Wahrscheinlichkeitstheorie, usw. Einige interessante Themen der Kryptologie und überraschende Anwendungen der Mathematik werden diskutiert. Sie eignen sich zum Teil gut für den Mathematikunterricht auf Gymnasialstufe.
Hundert Jahre Störungstheorie -
Differentialgleichungen von Poincare bis Nekhoroshev
von U. Kirchgraber (1993)
Im
Jahre 1892 veröffentlichte der französische Verlag Gauthier-Villars den
ersten Band von Poincares "Les methodes nouvelles de la mecanique
celeste". Im gleichen Jahr publizierte Liapunov "Das allgemeine Problem
der Stabilität einer Bewegung". Aus Anlass dieser Jubiläen
veranstaltete die Fakultät für Mathematik der Universität Würzburg im
Sommersemester 1992 eine kleine Vortragsreihe. Dieser grüne Bericht
stellt eine schriftliche Fassung eines Vortrages von Urs Kirchgraber
dar. In dessen Zentrum steht ein himmelsmechanisches Problem. Die
Methoden sind im Kern diejenigen von Poincare und Liapunov.
Kongruenzabbildungen und Symmetrien im Euklidischen Raum
von H. Biner (1993)
Das Skript ist aus einem dreijährigen Schulversuch entstanden. Es soll die Abbildungsgeometrie im euklidischen Raum abdecken, soweit diese am Gymnasium behandelt wird. Das ist natürlich nur ein Teil der Raumgeometrie, den man zudem mehr oder weniger ausbauen kann. Das Skirpt ist in fünf Kapitel aufgeteilt.
Alles fliesst: Mit dem Graphikrechner zu den Quellen der Analysis
von H.R. Schneebeli (1993)
Bei einem Versuch nach Torricelli fliesst Wasser aus einem Gefäss durch eine kleine Öffnung aus. Das im Versuch beobachtete Verhalten des Pegels als Funktion der Zeit wird mathematisch modelliert.
Verzweigungsphänomene
von H.R. Schneebeli (1993)
Verzweigungen treten als typische Phänomene in der nichtlinearen Analysis auf. Sie sind der Gegenstand, mit dem sich die sogenannte Bifurkationstheorie beschäftigt. Es soll hier versucht werden, ein neueres und nach wie vor sehr aktives und aktuelles Gebiet der modernen Analysis in geeigneter Bearbeitung für den Mathematikunterricht in der Mittelschule vorzustellen.
Der Fallschirmspringer
von H. Biner, H.P. Dreyer, W. Hartmann (1993)
Die vorliegende Arbeit zeigt am Beispiel des Fallschirmspringers auf,
wie Probleme aus der Mechanik im Mathematikunterricht mit den
bereitgestellten klassischen Werkzeugen aus Algebra und Analysis
behandelt werden können.
Perspektive und Axonometrie
von P. Gallin, H. Keller, Hj. Stocker (1993)
Im Bericht schildern die Autoren Ideen und
Erfahrungen zu zwei Themen der Raumgeometrie, die bisher eher am Rande
der Darstellenden Geometrie angesiedelt waren: Zentralperspektive, die
wir auch einfach Perspektive nennen, und Normale Parallelprojektion
eines Koordinatenwürfels, die in der Regel Normale Axonometrie heisst.
Die Autoren sind überzeugt, dass es sich lohnt, diese Kapitel ans Licht
zu holen, nicht nur in der Angewandten Mathematik des
mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums, sondern auch im
Geometrieunterricht der übrigen gymnasialen Typen. Denn beide eignen
sich für einen sehr anschaulichen Einstieg auf handwerklichem Niveau
und lassen Entwicklungen in verschiedene Richtungen offen.
Chaotisches Verhalten in einfachen Systemen
von Urs Kirchgraber (1992)
Mathematische
Theorien erregen selten das Interesse der Öffentlichkeit. Dass es im
Zusammenhang mit so genannten chaotischen Verhalten doch dazu gekommen
ist, hat mindestens zwei Gründe. Erstens geht es um Prognosefähigkeit -
eine Thematik, die fast jeden anspricht. Zweitens sind einige Effekte
mit dem PC oder gar dem Taschenrechner visualisierbar und damit auch
für einen Laien erfahrbar.
In diesem Artikel geht es darum, einen
grundlegenden mathematischen Satz über chaotisches Verhalten zu
beschreiben und die Elemente seines Beweises zu skizzieren: den Satz
von Poincare-Smale, wie man ihn nennen könnte.
Zur Theorie der sozialen Entscheidungen: Das Arrow-Paradoxon bei Abstimmungen über mehrere Alternativen
von Margrit Gauglhofer (1991)
Die Theorie der sozialen Entscheidungen befasst sich mit dem
Problem der Aggregation der individuellen Präferenzenordnungen
über mehrere Alternativen zu elner kollektiven Präferenzenordnung"
oder mindestens der Bestimmung einer (kollektiv) besten
Alternative. Sie beschäftigt sich also mit dem Problem der
Abstimmunq über mehrere Alternativen.
Preistheorie
von Martin Federer (1991)
Die vorliegende Arbeit enthält Probleme aus der Volkswirtschaftslehre, die im Mathematikunterricht des Gymnasiums behandelt werden können. Es geht hier also nicht um eine Einfühhrung in die Preis theorie als Teil der Volkswirtschaftslehre. Die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums sollten die nötigen Grundkenntnisse aus den Ökonomie-Fächern mitbringen. In den andern Gymnasiumstypen wird es nötig sein, bei der Erläuterung der wichtigsten Begriffe etwas weiter auszuholen.
Smale's Beweis des Fundamentalsatzes
von Urs Kirchgraber (1991)
Der bekannte "Satz über implizite Funktionen" und der damit eng verwandte "Satz über die Umkehrabbildung"- er besagt, dass eine Abbildung in einer Umgebung einer regulären Stelle bijektiv ist - sind typisch lokale Resultate. Im Gegensatz dazu ist der Fundamentalsatz der Algebra (auch Satz von Gauss genannt) ein globales Resultat: zu einem Polynom p gibt es irgendwo in der komplexen Ebene eine Stelle, an der p verschwindet. Smale hat einen neuen Beweis dieses Satzes gegeben, der 'auf der wiederholten Anwendung des Satzes über die Umkehrabbildung beruht; das globale Ergebnis wird also auf ein lokales Resultat zurückgeführt. In dieser Notiz wird der Beweis von Smale ausgeführt.
Schlecht gestellte Probleme - oder wenn das Ungenaue genauer ist
von U. Kirchgraber, A. Kirsch und D. Stoffer (2001)
Für schlecht gestellte Probleme sollten sich laut den Autoren auch Lehrpersonen interessieren. Aus vier Gründen:
Formalisierung und künstliche Intelligenz - eine mögliche Behandlung in der Schule
von Armin P. Barth (1990)
Anhand
anschaulicher Beispiele disktiert Armin P. Barth Möglichkeiten, wie
künstliche Intelligenz im Unterricht behandelt werden kann.
Das Paradoxon von Hausdorff, Banach und Tarski: Kann man es "verstehen?"
von Arnold Kirsch (April 1990)
Arnod
Kirsch stellt die Frage, ob man das Paradoxon von Hausdorff, Banach und
Tarski verstehen kann. Ein Auszug: "Seit ich als Student vor 40 Jahren
diesem Paradoxon begegnet bin, habe ich mir immer gewünscht, es
"wirklich zu verstehen", nicht nur in dem Sinn, daß ich es korrekt
wiedergeben und mit eigenen Worten anders formulieren, daß ich weitere
"paradoxe" Aussagen daraus folgern, daß ich seinen Beweis blind
nachvollziehen konnte. Aber ein Beweis befriedigt erst dann voll, wenn
er auch die Einsicht vermittelt, warum etwas sich so und nicht anders
verhält."
Von Mathematik und Mathematikunterricht
von Urs Kirchgraber (Februar 1990)
In
seiner Arbeit stellt Urs Kirchgraber Überlegungen zum
Mathematikunterricht an und diskutiert die Frage, wie guter
Mathematikunterricht beschaffen sein sollte. Ein Auszug: "Es ist
wichtig, dass im Mathematikunterricht das Grundsätzliche sichtbar
gemacht wird. Warum ist der Satz des Pythagoras ein interessanter Satz,
was ist der Unterschied zwischen dem Satz des Pythagoras und z.B. dem
Satz vom gemeinsamen Schnittpunkt der drei Höhen?"
Theorem von Sarkovskii
von Moritz Adelmeyer (Januar 1990)
Diese
Arbeit präsentiert einen detailliert ausgearbeiteten Beweis des
Theorems von Sarkovskii über die Koexistenz periodischer Punkte in
stetigen Abbildungen der reellen Achse.
Zwei Fallstudien zur Geometrie
von Hansruedi Schneebeli (Dezember 1989)
In diesem Bericht werden zwei Beispiele für Unterrichtsprojekte zur Mittelschulgeometrie vorgestellt.
Fraktale
von Hans Walser (November 1989)
Der
vom Mandelbrot geprägte Begriff des Fraktals hat in den vergangenen
Jahren eine grosse Verbreitung gefunden; jedem Hobby-Programmierer ist
mittlerweile das Beispiel der Mandelbrotmenge bekannt. Hans Walser geht
in diesem Bericht der Frage nach, wie weit dieser Begriff in den
Schulunterricht - auch ausserhalb des Informatikunterrichts -
eingebunden werden kann.
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