|
|||||||||||
Redaktion und Review
Themenauswahl und Redaktion
Gaby Schweizer
Fachliches Review:
Dr. Henrik Saalbach
bis August 2011: Prof. Dr. Michael Schneider
In der Regel beurteilt die Lehrperson die Leistung der Schülerinnen und Schüler. Was geschieht, wenn Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen gegenseitig analysieren? Sie lernen auch so – manchmal gar mehr, als wenn die Lehrperson das Feedback gibt.
In der Regel beurteilen Lehrpersonen das Wissen der Schülerinnen und Schüler am Schluss einer Stoffeinheit, Noten meist inbegriffen. "Summative Evaluation" heisst dieses Vorgehen im Fachjargon. In den letzten zwei Jahrzehnten ist eine weitere Evaluationsmöglichkeit ins Zentrum des Interesses gerückt, die meist ohne Noten arbeitet: Es handelt sich um die "formative Evaluation", eine Rückmeldung zum Lernstand an Lernende und Lehrende noch während des Lernprozesses mit dem Ziel, diesen zu optimieren (bzw. zu "formen").
Auch Mitschülerinnen und Mitschüler können Autoren einer solchen Rückmeldung sein: Verschiedene Studien haben beispielsweise gezeigt, dass das Feedback eines Gleichaltrigen ("Peer-Feedback") dem Lernprozess gar zuträglicher sein kann, als das Feedback von Seiten der Lehrperson. Ein Grund: Wer das Feedback eines Mitschülers erhält, begutachtet und hinterfragt dieses weit kritischer als das Feedback der Lehrperson (denn es könnte ja was Falsches drinstehen) – was eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Stoff bedingt und den Lernprozess schlussendlich fördert. Schüler-Feedbacks haben ausserdem den Vorteil, dass sie sehr schnell erfolgen können, weil die Lehrperson nicht alle Schülerarbeiten studieren muss.
Eine Gruppe um Sarah Gielen von der katholischen Univerisät Leuven hat nun im Rahmen einer Studie einen weiteren Punkt betont: Wer die Leistung seiner Schüler mittels Peer-Feedback fördern will, sollte Wert darauf legen, dass die Feedbacks Begründungen enthalten – diese fördern die Lernleistung des Feedback-Empfängers.
Quelle
Sarah Gielen et al: Improving the effectiveness of peer feedback for learning
Learning and Instruction. 20 (2010) 304-315
17.5.2010
Wichtiger Hinweis:
Diese Website wird in älteren Versionen von Netscape ohne
graphische Elemente dargestellt. Die Funktionalität der
Website ist aber trotzdem gewährleistet. Wenn Sie diese
Website regelmässig benutzen, empfehlen wir Ihnen, auf
Ihrem Computer einen aktuellen Browser zu installieren. Weitere
Informationen finden Sie auf
folgender
Seite.
Important Note:
The content in this site is accessible to any browser or
Internet device, however, some graphics will display correctly
only in the newer versions of Netscape. To get the most out of
our site we suggest you upgrade to a newer browser.
More
information