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Redaktion und Review
Themenauswahl und Redaktion
Gaby Schweizer
Fachliches Review:
Dr. Henrik Saalbach
bis August 2011: Prof. Dr. Michael Schneider
Ist Kreatitivät lehr- und lernbar? Obwohl kreatives Denken auf eine komplexe Kombination verschiedenartiger Denkprozesse zurückzuführen ist, lautet das Fazit nach dem heutigen Wissensstand "ja". Untenstehend ein paar Tipps für den Unterricht.
Kreativität ist ein grosses Wort, inbesondere wenn es in einem Atemzug mit Genies wie Einstein oder Darwin in Verbindung gebracht wird. Es gibt jedoch eine bescheidenere Form von Kreativität (in der Fachliteratur auch "Mini-C" genannt), die bei uns Normalbürgern weit verbreiteter und auch einigermassen fassbar ist. Die drei folgenden Denkprozesse werden dabei als zentral angesehen: Divergierendes Denken (alle Assoziationen zulassen), konvergentes Denken (sich auf Ideen fokussieren und sie evaluieren) und Analogiebildung (eine neue Idee mit einer schon bekannten in Bezug setzen).
In einem Artikel in der Fachzeitschrift CBE-Life Science Education betont der Bildungsforscher Robert DeHaan die Wichtigkeit der Förderung kreativen Denkens im naturwissenschaftlichen Unterricht. Laut einer Reihe von Untersuchungen wird kreatives Denken (wie es beispielsweise bei Experten eines Faches zu beobachten ist) nämlich erst durch flexibel angelegtes Wissen möglich - Wissen also, das auch auf neue Situationen transferiert werden kann. Naturwissenschaftlicher Unterricht eignet sich gut und sollte darauf abzielen, Wissen genau in dieser Art zu vermitteln: Werden im Biologieunterricht beispielsweise jegliche Vorgänge und Strukturen – ob Kronblätter oder Infektionskrankheiten – unter dem Gesichtspunkt des Evolutionsprinzips betrachtet, so erlangen die Schülerinnen und Schüler ein vertieftes Verständnis der Evolution als treibenden Kraft allen Lebens und können das Prinzip selber in neuen Mustern erkennen lernen.
Laut DeHaan ist naturwissenschaftlicher Unterricht oft noch weit davon entfernt, dieses transferierbare Wissen nachhaltig zu fördern. Der Unterricht - insbesondere auch an Universitäten - werde stark von Fakten und Rezeptdenken geprägt, was bei den Lernenden erwiesenermassen wenig Wissen hinterlasse und ausserdem Langeweile erzeuge. Studien hätten ausserdem gezeigt, dass das Üben von weiteren kreativitätsfördernden Tätigkeiten (z.B. Annahmen zu hinterfragen), den Lernerfolg im naturwissenschaftlichen Unterricht deutlich steigere. Ältere Schülerinnen und Schüler legten in der Leistung schliesslich nochmals zu, wenn man ihnen den Sinn und Nutzen solcher Tätigkeiten explizit erkläre.
Der Forscher verweist auf eine Tipp-Liste des renommierten Intelligenz- und Kreativitätsforschers Robert Sternberg, wie Kreativität bei Jugendlichen gefördert werden kann. Nachfolgend ein paar Punkte daraus. Alle 24 Tipps sind - ausführlicher erklärt - im Internet zu finden.
Schülerinnen und Schüler sollten von der Lehrperson angeleitet werden,
Quelle:
Robert L. DeHaan (2009): Teaching Creativity and Inventive Problem Solving in Science
CBE-Life Sciene Education Vol. 8, 172-181, Fall 2009
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