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Die Qualität von Bildungssystemen wird nicht zuletzt durch die Regelung der Übergänge bestimmt. Besonders in den Fokus geraten ist in den letzten Jahren die Schnittstelle zwischen Mittelschulen und Hochschulen. Einerseits, weil das Maturitätsanerkennungsreglement von 1995 und die Verkürzung der Mittelschuldauer um ein halbes Jahr bei den Gymnasien tiefgreifende Veränderungen ausgelöst haben. Und anderseits, weil an den Universitäten wenig später der grundlegende Bologna-Umbau begann. Dadurch und als Folge weiterer gesellschaftlicher und bildungspolitischer Entwicklungen haben sich die beiden «Geschwister» Universität und Gymnasium in den letzten Jahrzehnten etwas entfremdet.
Wichtigstes Ziel des HSGYM-Projektes war von Anfang an, den Dialog zwischen der Universität, der ETH Zürich und den Mittelschulen wieder auf breiter Front in Gang zu bringen und inhaltlich zu beleben. Hochschulen und Gymnasien bekräftigen damit ihren Willen, gemeinsam die Verantwortung für einen erfolgreichen Übergang ins Studium zu übernehmen. Die Definition von «Hochschulreife und Studierfähigkeit» soll nicht Dritten überlassen werden, sondern im fachspezifischen Dialog erarbeitet werden. So galt es in einem ersten Schritt, das bis zur Maturität zu Erreichende zu analysieren und Möglichkeiten der Optimierung auszuloten. Paritätisch zusammengesetzte Kerngruppen und Fachkonferenzen übernahmen diese Aufgabe und bildeten gleichsam den Kern eines Gymnasien und Universitäten verbindenden Netzwerkes (HSGYM Kontaktnetz).
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